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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="1"><titleStmt><title>Abt, Ephraim Ludwig Gottfried an Werner, Abraham Gottlob</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Helmuth</forename><surname>Albrecht</surname><affiliation>Technische Universität Bergakademie Freiberg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Hildegard</forename><surname>Wiegel</surname><affiliation>Technische Universität Bergakademie Freiberg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Matthias</forename><surname>Bremm</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://tu-freiberg.de/">Technische Universität Bergakademie Freiberg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="http://edition-werner.tu-freiberg.de/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Helmuth</forename><surname>Albrecht</surname></persName><persName><forename>Hildegard</forename><surname>Wiegel</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-01-20</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz Abraham Gottlob Werners</ab><ab type="state"/></availability><date when="2021-12-15"/><idno type="url">http://edition-werner.tu-freiberg.de/letters/view/1</idno></publicationStmt><sourceDesc><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Universitätsbibliothek "Georg Agricola" der Technischen Universität Bergakademie Freiberg</institution><idno type="signatur">Nachlass Abraham Gottlob Werner, Band IV (D) S. 267</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="http://edition-werner.tu-freiberg.de/letters/view/1"><correspAction type="sent"><persName key="E">Abt, Ephraim Ludwig Gottfried</persName><placeName key="273">Breslau</placeName><date when="1810-12-16">16.12.1810</date></correspAction><correspAction type="received"><persName>Werner, Abraham Gottlob</persName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/BrieanWe_485945193_0004/BrieanWe_485945193_0004_tif/jpegs/00000271.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>[1] Erlauben Sie, mein vieljähriger Gönner u Freund, daß ich die Gelegenheit nahenehme, (da dem jungen Brassert von seinem Vater etwas übersandt wird) Ihnen meine Hochachtung zu bezeugen, u meine herzlichen Wünsche für Ihr Wohl, Gesundheit u Ihre Zufriedenheit darzubringen. Möchten Sie doch noch viele Jahre in Thätigkeit bleiben u Gutes ausspenden!<lb/>Nächstdem habe ich zu erzählen, freilig eine Kleinigkeit, namlich daß ein Stubenmaler u La<hi rend="overstrike:1">l</hi>ckirer im verwichenen Sommer bey mir zu thun hatte, u bey dieser Gelegnheit denn fragte, ob man hier in Schlesien nicht eben so gute Farben aus der Erde brächte, als in Rußland. Vor zwey Jahren hätten die gewöhnlich hier anlangenden ruß. Carawanen, einige Centner schöne gelbe Farbe mit gebracht, die er gekauft, u als ganz <hi rend="foreground:black">vortrefflich</hi> zu Oel= u Waßer Farben befunden u angewendet habe, aber nun sey sie zu Ende, es käme wieder keine,  u er sey in Verlegenheit. Er gab mir seinen kleinen Vorrath, u da ich ihn versichern konnte, daß Schlesien solche Farbe nicht lieferte, so müßte er sich in die Umstände fügen, u nun will er abwarten ob etwan der Zufall wieder einen solchen Fund bescheren wird.<lb/>Ich nehme mir die Freyheit Ihnen etwas dann für Ihre Sammlung zu senden. Möglich daß Sie dieses Mineral schon längst kennen, oder besitzen, u dann wäre im letzten Fall der Vorrath doch etwas vermehret. Für mich ist es neu. Flüchtige Proben, um zu erfahren, ob man denn natürl. rothen Arsenik, oder Zinnober, oder Bley fände, haben gezeigt, daß es das alles nicht sey. Doch ein Werk darüber aus Ihrer Feder, wird die Sache ins Klare setzen, u so könnte ich denn wohl auf ein Brieflein rechnen, welches ich durch <hi rend="foreground:red">le</hi> Brassert erhalten würde. <lb/>Betrachten Sie das alles, als eine Gelegenheit, um Ihnen sagen zu können, daß ich immer mit aller Hochachtung u Anhänglichkeit bleiben werde<lb/>Ihr<lb/>ergebenster Fr. u diener<lb/>Abt.<lb/> <lb/>Breslau dn. 16^ Dec. 1810.</p></div></body></text></TEI>
