﻿<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc n="557"><titleStmt><title>Sander, Friedrich Ludwig an Werner, Abraham Gottlob</title><editor><persName role="Herausgeber"><forename>Helmuth</forename><surname>Albrecht</surname><affiliation>Technische Universität Bergakademie Freiberg</affiliation></persName><persName role="Herausgeberin"><forename>Hildegard</forename><surname>Wiegel</surname><affiliation>Technische Universität Bergakademie Freiberg</affiliation></persName><persName role="Technische Koordination"><forename>Matthias</forename><surname>Bremm</surname><affiliation>Universität Trier</affiliation></persName></editor><respStmt><orgName ref="https://tu-freiberg.de/">Technische Universität Bergakademie Freiberg</orgName><orgName ref="https://www.slub-dresden.de">Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden</orgName><orgName ref="http://kompetenzzentrum.uni-trier.de">Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier / Trier Center for Digital Humanities</orgName><resp ref="http://edition-werner.tu-freiberg.de/contact">Mitwirkende</resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition/></editionStmt><publicationStmt><publisher><persName><forename>Helmuth</forename><surname>Albrecht</surname></persName><persName><forename>Hildegard</forename><surname>Wiegel</surname></persName></publisher><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-NC-SA 3.0 DE)</licence><ab type="version">version-01-20</ab><ab type="edition">Digitale Edition der Korrespondenz Abraham Gottlob Werners</ab><ab type="state"/></availability><date when="2021-12-15"/><idno type="url">http://edition-werner.tu-freiberg.de/letters/view/557</idno></publicationStmt><sourceDesc><msDesc n="carrier2"><msIdentifier><institution>Universitätsbibliothek "Georg Agricola" der Technischen Universität Bergakademie Freiberg</institution><idno type="signatur">Nachlass Abraham Gottlob Werner, Band IV (D) S. 283-284</idno></msIdentifier><physDesc><objectDesc><ab type="type">Manuscript</ab><ab type="subtype">Original</ab></objectDesc></physDesc></msDesc></sourceDesc></fileDesc><profileDesc><correspDesc ref="http://edition-werner.tu-freiberg.de/letters/view/557"><correspAction type="sent"><persName key="E">Sander, Friedrich Ludwig</persName><placeName key="817">Kupferberg</placeName><date when="1810-04-23">23.04.1810</date></correspAction><correspAction type="received"><persName>Werner, Abraham Gottlob</persName></correspAction></correspDesc></profileDesc></teiHeader><facsimile><graphic n="1" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/BrieanWe_485945193_0004/BrieanWe_485945193_0004_tif/jpegs/00000287.tif.original.jpg"/><graphic n="2" decls="carrier2" url="https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/BrieanWe_485945193_0004/BrieanWe_485945193_0004_tif/jpegs/00000288.tif.original.jpg"/></facsimile><text><body><div><p>[1] Wohlgeborener HErr!<lb/>Insonders hochzuverehrender HErr Bergrath!<lb/> <lb/>Mit Vergnügen ergreife ich die Gelegenheit, welche mir zu zeigen erlaubt, daß ich keine angenehmere Pflicht Kenne, als durch schnelle Besorgung des erhaltenen Auftrages, die dankbare Hochachtung an den Tag zu legen, welche ich für einen verehrten Lehrer empfinde.<lb/>Es Kommt jetzt auch denen hiesigen Gruben kein bunt Quecksilber Erz vor und ich bitte daher Ew Wohlgebohren hiermit hochgeneigtest zu entschuldigen, daß die übersandten Stück nicht die Vorzüglichkeit haben, welche ihre Bestimmung erfordert.<lb/>Außer 4 Stücken bunt Quecksilber Erz vom <hi rend="family:Times">Felix</hi> der im hiesigem ehornblende schiefer Gebirge kauert, habe ich die Ehre noch [2] ein Fossil zu übersenden, welches bei Flachen seifen 1 Meile nordöstlich von Hirschberg, im Conglomerat&amp;c vorkommt. Es ist mir kein Fossil bekannt mit dem es mehr Aehnlichkeit als mit Specksteine hätte, deshalb habe ich es für dergleichen Kristallisirtem gehalten.<lb/>Endlich lege ich noch gehorsamst ein Stück vom Groedig Berge [Gröditzberg], einem Basaltberge zwischen Goldberg und Bunzlau bei. Es kommt darin viel Olivin und in diesem ein Fossil vor, daß ich wegen seiner haarbraunen Farbe mit Pe<hi rend="overstrike:1">l</hi>rltmutter glanz, wegen der außerordentlichen Härte und blätterigen Bruch für Demant Spath halte.<lb/>Mit der größten Hochachtung bin ich<lb/>Ew Wohlgebohren<lb/>ganz gehorsamer<lb/>Sander<lb/> <lb/>Kupferberg den 27<hi rend="offset:4;underline:1">tn</hi> Aprill<lb/>1810.</p></div></body></text></TEI>
